Digitale Bücher (E-Books) erstellen und verkaufen

Digitale Bücher (Ebooks) erstellen und verkaufen

Vor einigen Wochen berichtete ich hier auf dem Blog darüber, wie du deine eigenen gedruckten Bücher über Amazon CreateSpace verkaufen kannst. Heute soll es um die digitale Variante deines Buches gehen – kurz “Ebook” genannt. Ich stelle dir heute verschiedene Möglichkeiten zur Erstellung und zum Vertrieb deiner Ebooks vor.

Deine Bücher kannst du – neben der gedruckten Form – auch als digitale Ebooks im PDF-Format und/oder zusätzlich für Kindle und andere Ebook-Reader herausbringen. Der Vorteil digitaler Ebooks ist, dass du nichts im Voraus drucken lassen, lagern, verpacken und verschicken musst. Die Ebooks liegen digital auf einem Server und können von den Kunden nach dem Kauf einfach heruntergeladen werden. PDF-Dateien können an jedem PC, Mac, Tablet oder Handy gelesen werden. Für Kindle und andere Ebook-Reader muss das Ebook im .mobi oder .pub Format vorliegen.

Ebooks kannst du entweder in deinem eigenen Shop verkaufen, oder du lässt sie von einem so genannten Reseller verkaufen, der die komplette Abwicklung für dich erledigt. So musst du dich nicht um Downloads, versäumte Zahlungen usw. kümmern. Ebook-Verkaufsplattformen sind z.B. Digistore, XinXii, oder BOD. Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Vertriebsmöglichkeiten erläutere ich dir weiter unten in diesem Beitrag.

Ebooks im PDF-Format erstellen

Du kannst entweder deinen Text in ein Textdokument (z.B. Word oder OpenOffice) tippen, dann formatieren und als PDF exportieren. Oder du verwendest ein Grafikprogramm, um ein komplexeres Layout zu gestalten – wie z.b. Adobe InDesign. Das fertige Dokument kannst du dann als PDF exportieren. Mit InDesign kannst du ganze Seiten layouten und so auch Muster, vollformatige Fotos, Grafiken und vieles mehr problemlos einbinden und nach deinen Wünschen positionieren. Die fertige Indesign-Layoutdatei exportierst du dann als PDF und fertig ist dein Ebook.

Ebooks für Kindle & Co. erstellen

Wenn du Ebooks für Kindle oder andere Ebook-Reader herausbringen möchtest, müssen diese als .mobi oder .pub Datei vorliegen. Hier reicht also keine PDF oder ein Worddokument. Allerdings gibt es einige Tools, mit denen du deine PDF oder Worddatei ins richtige Format konvertieren kannst – z.B. den Kindle Textbook Creator oder calibre.

Beim Upload deines Buchmanuskriptes zur Kindle-Plattform Kindle Direct Publishing werden deine PDF-, Word- oder HTML-Dateien automatisch konvertiert. Auch aus dem Layoutprogramm Adobe InDesign heraus kannst du ein Dokument als .mobi-Datei exportieren. Mit komplexeren Layouts habe ich aber damit noch keine guten Ergebnisse erzielen können. Seit Neuestem gibt es jedoch ein Plugin dafür – vielleicht klappt es damit besser.

Verkaufsplattform speziell für Ebooks

Mittlerweile gibt es einige Plattformen für alle Arten von Ebooks, darunter z.B. Ebook.de, epubli oder XinXii.

Vorteile:

  • Hohe Reichweite
  • Einfache Einbindung deiner Produkte (kein Programmierer nötig)
  • Bei Serverausfall musst du dich nicht kümmern
  • Abwicklung erfolgt komplett über die Plattform (kein Kundensupport notwendig)
  • Es gibt nur Ebooks, ist also ein spezialisierterer Markt mit einer spezialisierteren Zielgruppe
  • Viele rechtliche Dinge regelt der Shopbetreiber (Button-Lösung, Widerrufsrecht bei digitalen Produkten, Ecommerce allgemein)

Nachteile:

  • Kunden sind nicht auf eigener Webseite
  • Konkurrenzprodukte könnten ablenken
  • Provisionen bzw. Einstellgebühren werden fällig

Shopsystem auf eigener Webseite

Du kannst deine Ebooks in deinem eigenen Shop verkaufen. Das bedeutet, du bindest ihn direkt auf deiner Webseite ein, also alle Verkäufe und Downloads laufen dann über deine Seite und deinen Server. Beispiele wären hier Magento, Gambio, Open Cart oder WooCommerce für WordPress-Seiten.


Vorteile:

  • Keine Provisionszahlungen fürs Einstellen der Produkte / Verkäufe
  • Keine Konkurrenzprodukte auf der Seite
  • Volle Kontrolle über die Darstellung deiner Produkte
  • Kunden bleiben auf deiner Seite und klicken nicht auf anderen Profilen bzw. in anderen Shops herum

Nachteile:

  • Shop-Software kostet Geld
  • Einbindung meist kompliziert (Programmierer benötigt, dadurch können hohe Kosten entstehen)
  • Viele rechtliche Dinge beachten (Button-Lösung, Widerrufsrecht bei digitalen Produkten, Ecommerce allgemein)
  • Wenn deine Webseite mal ausfällt, fällt auch dein Shop aus
  • Keine Community drumherum
  • Fehlendes Vertrauen der Kunden in dein Shopsystem (die meisten kaufen aus Sicherheitsgründen lieber bei namhaften Plattformen)

Externes Shopsystem

Wenn du keinen eigenen Shop auf deiner Webseite implementieren willst, kannst du auch ein fertiges Shopsystem nutzen, das auf einem externen Server läuft. Du zahlst dann monatlich eine Mietgebühr für diesen Shop.

Supr – kostenlos
Hosteurope
Strato Webshop
Peppershop
Merconis

Vorteile:

  • Keine Provisionszahlungen fürs Einstellen der Produkte / Verkäufe
  • Keine Konkurrenzprodukte auf der Seite
  • Einbindung einfacher als bei selbst implementiertem Shop
  • Shopbetreiber kümmert sich um technische Probleme / Serverausfälle

Nachteile:

  • Shop-Software kostet Geld / Mietgebühr
  • Viele rechtliche Dinge regelt der Shopbetreiber (Button-Lösung, Widerrufsrecht bei digitalen Produkten, Ecommerce allgemein)
  • Kunden sind nicht auf eigener Webseite
  • Keine Community drumherum

Brauchst du Hilfe bei der Erstellung deines E-Books?

JuliaHast du Fragen zur Konzeption oder Gestaltung deines E-Books oder stolperst du immer wieder über die gleichen Probleme? Dann schreib mir einfach → eine Nachricht oder schau mal nach, ob → eines meiner Pakete vielleicht genau das richtige für dich ist.

Ich freu mich auf dich!